Carmen Czechak-Reimann neue verantwortliche Ärztin im Mammographie-Screening

07.02.2014

Seit dem Start vor sieben Jahren haben in Baden-Württemberg bislang rund 1,5 Millionen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren am Mammographie-Screening-Programm teilgenommen. Dieses Programm wird inzwischen deutschlandweit flächendeckend in eigens dafür geschaffenen und zertifizierten Mammographie-Einheiten angeboten. Die Region Rhein-Neckar-Odenwald, in der Dr. med. Heidi Daniel seit 2007 für die Umsetzung des Mammographie-Screening-Programms verantwortlich ist, kann mit beachtlichen Zahlen aufwarten: “Seit dem Start des Screenings haben wir 220.000 Frauen in den sechs zertifizierten Mammographie-Einheiten in Wiesloch, Weinheim, Mosbach, Mannheim, Heidelberg und Sinsheim untersucht“.

Bei dieser wichtigen Aufgabe wird Dr. Daniel seit diesem Jahr von Frau Carmen Czechak-Reimann unterstützt. Die beiden Ärztinnen sind von der qualitätsgesicherten Früherkennung im Screening überzeugt: „Mit dem Mammographie-Screening können wir Tumore in einem sehr frühen, noch nicht tastbaren Stadium erkennen. So früh erkannter Brustkrebs kann in den meisten Fällen gut und mittels schonender Therapien geheilt werden. Wir sind davon überzeugt, dass alle teilnahmeberechtigten Frauen durch Aufklärung über den Nutzen des Mammographie-Screenings ermutigt werden sollten, ihrer Einladung zur Untersuchung zu folgen. Nur so können wir die Teilnahmequote von derzeit 53,7 % in Baden-Württemberg weiter steigern, die Dunkelziffer unentdeckter Karzinome in frühen Stadien senken und damit die Morbidität und die Sterblichkeit an dieser Erkrankung wirksam reduzieren“, führt Frau Dr. Daniel aus.

Aber wissen Frauen genug über das Mammographie-Screening-Programm? Einer aktuellen, durch das Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie zufolge, lautet die Antwort nein. Demnach unterschätzten viele Frauen den Zusammenhang zwischen Alter und Brustkrebsrisiko. Denn das Erkrankungsrisiko steige mit dem Alter und ist mit 260 von 100.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren pro Jahr deutlich höher als bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. 

Ebenfalls, so zeigt die Studie, sei vielen Frauen auch nicht bewusst, was die Untersuchung im Mammographie-Screening-Programm von anderen Methoden in der Brustkrebsfrüherkennung unterscheide. Aber bei dem rundum qualitätsgesicherten Programm wird die Mammographie als zurzeit einzige für die Erkennung von Brustkrebsvorstufen oder frühen Tumorstadien allgemein als wirksam anerkannte Methode eingesetzt. Außerdem scheint der Umstand, dass eine Krebsfrüherkennung keine Vorsorge ist, laut der Studie allgemein zu wenig bekannt zu sein. Die Untersuchung im Mammographie-Screening-Programm schütze nämlich nicht vor der Erkrankung, aber sie kann in einem so frühen Stadium entdeckt werden, dass die Chance auf Heilung deutlich höher ist.

Um Wissenslücken und Irrtümer rund um die Brustkrebsfrüherkennung auszuräumen, gibt es seit letztem Oktober ein neues Informationsangebot unter www.mammo-ich-bin-dabei.de. Dort kann Frau spielerisch ihr Wissen zu Brustkrebsfrüherkennung, Mammographie-Screening und Prävention testen sowie auf unterhaltsame Weise alle wichtigen Daten und Informationen rund um das Programm erfahren.

Informationen zum Mammographie-Screening in der Region

Frauen von 50 bis 69 Jahren werden alle zwei Jahre zur Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) in zertifizierte Mammographie-Einheiten in ihrer Nähe eingeladen. Die Früherkennungsuntersuchung wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen finanziert. Informationen und Anmeldung unter der zentralen Telefonnummer 07221-9565-55. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.radiologie.de.

zuletzt geändert am: 02.08.2018

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