Neurodegeneration - Morbus Alzheimer und andere

Neurodegenerative Erkrankungen sind Abbauveränderungen des Gehirns, die in der Regel im höheren Alter auftreten und mit Verminderung unterschiedlicher Hirnfunktionen einhergehen. Beim Morbus Alzheimer, der häufigsten Demenzform, stehen Gedächtnisstörungen im Vordergrund, im weiteren Verlauf treten häufig Orientierungsstörungen, Abnahme der Aktivität und Unruhe u.a. dazu.

Es existieren genetisch bestimmte Formen, die dann schon früher als die nicht-erbliche, sporadische Variante auftreten. Histologisch finden sich im Gehirn die sogenannten Alzheimer-Plaques und Neurofibrillen, die kennzeichnend für die Alzheimer-Erkrankung sind. In der Bildgebung des Gehirns finden sich meist Volumenminderungen (Atrophie) in bestimmten Arealen, v.a. im Hippokampus, einer Region im Schläfenlappen. Anhand der regionalen Ausprägung der Atrophie erhält man Hinweise für die Abgrenzung von anderen Demenzformen, wie der frontotemporalen Demenz, der vaskulären Demenz, Parkinson-Demenz, Lewy-body-Demenz, Creutzfeld-Jakob-Erkrankung u.a.

Wichtig ist v.a. die Abgrenzung der häufigen Alzheimer-Erkrankung von der ebenfalls häufigen vaskulär bedingten Demenz, da eine vaskuläre Demenz durch Beeinflussung der Gefäßrisikofaktoren behandelbar ist.

zuletzt geändert am: 07.12.2017

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