Tumore

Gehirntumore treten mit einer Häufigkeit von etwa 10/100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland auf. Einen Großteil der Tumore stellen die gutartigen Tumore dar, wie Tumore der Hirnhäute (Meningeome) oder des Gehörnerven (sogenanntes Akkustikusneurinom oder Vestibularisschwannom). Meningeome treten mit einer Häufigkeit von etwa 4-6/100.000 pro Jahr auf, sind bei Frauen etwas häufiger und sind in der Regel gut mittels Operation oder Strahlentherapie zu behandeln. Akkustikusneurinome treten in der Regel (abgesehen von seltenen Tumor-Syndromen) im höheren Lebensalter auf und können u.a. Schwerhörigkeit und Schwindel verursachen. Auch sie sind in der Regel gut durch Operation oder Bestrahlung behandelbar.

Seltener sind Hirntumore, die vom Gehirn selbst ausgehen. Dazu gehören Tumore, die von Ursprungszellen der weissen Hirnsubstanz ausgehen, wie Astrozytome (zu diesen gehört der häufigste bösartige Hirntumor, das Glioblastoma multiforme), Oligodendrogliome, und auch Tumore, die von Zellen der grauen Substanz ausgehen (neuronale Tumore wie Gangliogliome u.a.).

Für die Diagnostik der Hirntumoren ist die Kernspintomographie in der Regel die am besten geeignete Methode. In einigen Fällen kann die Computertomographie zusätzlich hilfreich sein, wie zur Diagnose von Verkalkungen oder Knochenbeteiligung.

zuletzt geändert am: 07.12.2017

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